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Das Kreuzband - "The never ending story" - von Stephanie Wolf
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Vorwort Durch
den Bericht über Danu`s Geschichte mit ihrem Kreuzband, habe ich
erfahren, dass wir nicht die Einzigen sind, die sich mit diesem
Problem herumplagen müssen. Ganz im Gegenteil, die viele
Anfragen per Mail und Telefon haben gezeigt, dass
es eine ganze Reihe von Hunden gibt, die sich mit Verletzungen des
Kreuzbandes herum- schlagen müssen. Da immer wieder nach dem
Zustand von Danu nach der OP gefragt wird, will ich nun endlich auch
unsere Geschichte weiterführen... Das
Thema Kreuzband ist, trotzt OP von Danu, auch bei uns noch nicht vom Tisch,
dies liegt zum Einem daran, dass ihre Operation aus Sicht des
Klinikarztes nicht den gewünschten Erfolg hatte, zum Anderen
daran, dass ich mich aufgrund der vielen Nachfragen noch weiter mit
diesem Thema beschäftige. So
habe ich mich entschlossen den Versuch zu starten, die Informationen,
die ich aus dem Internet habe und die eigenen, zusammengetragenen
Materialien zu bearbeiten und als neues Thema in die Rubrik Hunde A-Z
zu stellen. Dass
die Ausführungen keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben
ist klar, sie sollen nur helfen, ein wenig
Einblick in diese Materie zu bekommen, für die Hundebesitzer,
die vor dem gleichen Problem stehen wie Danu und ich.
Danu's
weitere Verlauf nach der Operation
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Danu
machte nach ihrer OP enorme Fortschritte, wie glücklich ich
darüber war, kann sich bestimmt jeder vorstellen. Schon wenige
Wochen nach der OP, in denen wir die Physiotherapie auf zweimal die
Woche gesteigert haben, um dem Muskelaufbau zu beschleunigen, setzte
sie ihr krankes Bein wieder nahezu vollständig auf. Für
ungeübte Augen und auch für uns selbst war es schwer, die
winzigen Entlastungen, die noch ab und an zu
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 Danu's erster Schnee
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sehen waren, überhaupt
zu entdecken. Ihr Gangbild verbesserte sich zusehends, das Knie wurde
wieder vollständig gestreckt, das Bein nicht mehr nach außen
gedreht und auch nach dem Aufstehen konnte man nicht mehr erkennen,
dass sie es schonte. Kurz
und gut: Wir waren der Meinung, es war überstanden, die Mühen
und Ängste der letzten Wochen hatten sich gelohnt, die Strapazen
der OP waren in unseren Augen nicht umsonst gewesen. Auch die
Nachtuntersuchung bei unserem Haustierarzt war positiv, er bemerkte
zwar immer noch ein leichtes Spiel im Kniegelenk, war aber ansonsten
sehr zufrieden und entließ uns mit den Worten „...weiter
machen wie bisher, langsam die Belastung steigern“. Sie durfte also
wieder Spaziergänge machen und nicht nur kleine Pipirunden um
den Häuserblock, sie durfte wieder von der Leine und was ganz
wichtig war, sie durfte endlich mal wieder ein wenig Rennen! Allerdings
traute ich mich noch nicht so recht, sie mit anderen Hunden spielen
zu lassen, denn Danu kennt da keine Grenzen und ist wild wie eine
Hummel, also wartete ich noch einmal 4 Wochen ab und vereinbarte dann
zusätzlich noch einmal einen Termin in der Klinik, wo sie
operiert wurde. Eigentlich gab es keinen Anlass für diesen
Termin, aber ich wollte ihn...
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 Trotz Schnee und Frost wird gebuddelt....
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Ich
freute mich auf diesen Besuch, denn ich war sicher, an diesem Tag
bekommen wir grünes Licht und Danu darf dann endlich wieder ein
richtiger Hund sein. Aber wenn man sich auf etwas so freut, dann ist
die Enttäuschung meist doppelt so groß! Nach kurzer
Untersuchung kam dann das ernüchternde Ergebnis: OP nicht
gelungen! Danu`s Knie hatte keine ausreichende Kapselbildung
entwickelt, Ober- und Unterschenkel ließen sich noch immer 0,5
cm gegeneinander ver-
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schieben. Aufgrund eines Tastbefundes wurde sogar
der Verdacht ausgesprochen, dass sich inzwischen eine Arthrose
gebildet haben könnte.
Noch
mal zur Erinnerung: Aufgrund
dessen, dass Danu zur Zeit der OP noch voll im Wachstum stand, konnte
die TPLO-Methode nicht durchgeführt werden (im Moment angeblich
die beste Methode bei großen Hunden). Bei ihr wurden die
gerissenen Anteile des Bandes entfernt (50%), der Meniskus bekam
einen „Entlastungsschnitt“, um der Schublade besser folgen zu
können und die Gelenkkapsel wurde gerafft, um dem Knie durch das
entstehende Gewebe besseren halt zu geben – eine Art Stützstrumpf.
Der
Arthroseverdacht wurde durch erneute Röntgenaufnahmen
wiederlegt. Aufgrund der größeren Gefahr, aber dennoch
eine Arthrose zu entwickeln und die bestehende Gefahr, dass der
Meniskus sich verklemmen oder gar reißen könnte, riet man
uns so schnell wie möglich zu einer neuen OP. Diesmal mit der
TPLO, da Danu inzwischen (angeblich) ausgewachsen sei.
Wie
ich mich fühlte kann man eigentlich nicht beschreiben, ich hätte
heulen können. Niemals hatte ich auch nur den geringsten
Verdacht, dass das alles umsonst gewesen sein sollte, zumal die, die
Danu`s Geschichte kannten und sie regelmäßig sahen
(Tierarzt, Freunde und Physiotherapeutin), ihren positiven
Heilungsverlauf bestätigten.
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Im
Nachhinein bin ich ein wenig sauer über die Vorgehensweise der
Klinik, denn als ich Danu im Oktober am Tag ihrer OP abholte, bekam
ich auf die Frage, wann wir wiederkommen sollten, die Antwort: „Wenn
keine Komplikationen auftreten gar nicht“ und „nur wenn sich
keine Besserung einstellt oder gar eine Verschlechterung
festzustellen ist“. Die
Nachsorge oblag also ganz alleine meinem Haustierarzt – da weder
das einige noch das andere der Fall war, hätte ich eigentlich
die Klinik nicht mehr besuchen müssen!
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 Ausruhen nach dem anstrengendem Spaziergang
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Was
Danu betrifft (die das Unglück in Sachen Verletzungen scheinbar
magisch anzieht) bin ich aber sehr vorsichtig und gehe lieber einmal
zuviel zum Arzt und so war die Entscheidung FÜR einen weiteren
Termin in der Klinik ganz alleine auf meinem Mist gewachsen. Mein
Tierarzt war zufrieden und auch meine Physiotherapeutin war es. Naja,
ich kann nicht wirklich sagen, dass ich sauer bin – aber doch ganz
schön erschüttert, was die Nachsorgeerklärung der
Klinik angeht, denn wenn ich keinen Termin ausgemacht hätte, WIE
bitte hätte ich dann jemals erfahren das Danu`s OP eigentlich
für die Katz war?! Wäre
es nicht eher „normal“ gewesen, man hätte mir gesagt: „Wir
sehen uns spätestens in 3 oder 4 Monaten um den Erfolg zu
überprüfen“? Tatsache ist – hätte ich den Termin
nicht ausgemacht, wären wir alle heute in dem Glauben alles wäre
verheilt und überstanden.
Wir
sind also nach Hause gefahren, mit einer Danu der es gut geht, aber
einer Diagnose die dies nicht bestätigte. Und so standen wir
wieder vor einer Entscheidung, genauso wie vor knapp 4 Monaten –
operieren Ja oder Nein? Um es kurz zu fassen: Derzeitiger Stand der
Dinge ist, dass wir Danu vorerst nicht wieder operieren lassen. Ob
diese Entscheidung richtig ist, weiß ich nicht, aber nachdem
wir eine Nacht drüber geschlafen hatten, den Rat von
Physiotherapeutin, Tierärzten und Hundefreuden eingeholt hatten,
unsere eigene Meinung gebildet haben, war es nun mal unser
Entschluss.
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 Danu und Kimba im "Tiefschnee"
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Was
spricht für eine OP und was dagegen?! Fakt
ist, Danu zeigt keine Anzeichen von Schmerzen, kann auch nach
intensiver Belastung ihr Bein voll belasten und verkraftet kurzes
Spiel mit anderen Hunden ohne Folgen. Bis auf die Tatsache, dass das
Fell noch immer nicht die normale Länge wie am gesunden Bein
hat, sieht man nichts mehr – wenn man es sich nicht einbilden will.
Das Danu noch immer ein leichtes Spiel im Knie hat macht mich zwar
ein wenig unruhig, aber inzwischen habe ich erfahren, dass
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auch
gesunde Hunde solche lockeren Gelenke haben und die operiert man,
wenn sie keine Probleme haben, ja auch nicht einfach so. Natürlich
kann ich die Klinik verstehen, wenn sie rät zu operieren,
schließlich wollen sie nicht daran schuld sein, wenn sich dann
doch eine Arthrose entwickelt, außerdem besteht die Gefahr,
dass der Meniskus auch kaputt geht, wie hoch diese allerdings ist
konnte man mir nicht sagen.
Im
übrigen konnte uns auch der Klinikarzt keine Garantie geben,
dass dies nicht auch mit TPLO passieren könnte. So erfuhren wir
von einem Hund, der nach TPLO nach einen Ausflug ins Gebüsch
humpelnd wieder kam – der Verdacht, dass das Implantat sich
gelockert haben könnte oder gar gebrochen sei, bestätigte
sich nicht – allerdings war der Meniskus nun kaputt – trotz TPLO!
Sollte also bei Danu der Meniskus reißen, dann können wir
immer noch operieren. So
bleibt noch die Angst vor einer möglichen Arthrose! Das auch die
TPLO ein Arthroserisiko nicht ausschließt, bestätigte uns
selbst der Klinikarzt. Es gibt Hunde, die entwickeln Arthrosen im
Knie, ohne vorher einen Kreuzbandriss gehabt zu haben, es gibt Hunde,
die auch nicht noch mal operiert wurden und die keine Arthrose haben,
es gibt Hunde, die trotz TPLO Arthrose haben, wie bitte soll man sich
da entscheiden!
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Die
Frage ist also, was würden wir durch eine zweite OP erreichen
und was riskieren?! Würden
wir uns für eine OP entscheiden, so würde dies für
Danu bedeuten, alles das wieder aufgeben zu müssen, was sie
jetzt endlich wieder darf! Und ich spreche hier nicht von einem
erwachsenem Hund, sondern von einem 1 jährigem Hund, der seit
seinem 5 Lebensmonat nicht rennen durfte, nicht spielen durfte und
sich nicht benehmen durfte, wie andere Hunde in diesem Alter. Mal
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 Trautes Heim - Glück allein...!
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seine 5 Minuten bekommen, über Felder rennen und dabei wie ein
Blitz Haken schlagen, mal über Baumstämme hopsen, im Bach
die Wasserblasen jagen – einfach nur Hund sein. Natürlich
wäre dies nach der OP irgendwann wieder möglich, andere
haben es auch geschafft – aber nicht unbedingt in diesem Alter und
nicht zweimal hintereinander! Wir
würden riskieren, dass Danu vielleicht danach schlechter läuft
als vorher, denn es kann immer was schief gehen und die TPLO ist ein
massiver Eingriff, bei der es auch zu Weichteilverletzungen kommen
kann. Die Sache mit dem Meniskus würden wir nicht gänzlich
ausschließen können, genauso wenig wie das Risiko der
Arthrose.
Natürlich
habe ich immer ein wenig Bauchschmerzen, ob die Entscheidung richtig
war und Danu`s Bein wird auch immer ganz besonders gut beobachtet –
es wird eben immer ein Schwachpunkt bleiben.
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 Siesta
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Ich
arbeite noch immer am Muskelaufbau, wir gehen in die Physio und
demnächst werden wir das Fahrradfahren beginnen, dazu muss ich
mir aber erst mal eines zulegen. *schäm* Sollte
es zum Supergau kommen und der Meniskus geht kaputt, dann werden wir
um eine OP nicht rumkommen – aber das muss ja nicht sein – ich
hoffe es. Was
die Arthrose angeht, so werde ich Danu, wenn sie auf HD geröntgt
wird (was im Herbst der Fall sein wird, weil ich sie jetzt nicht
schon
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wieder in Narkose legen will) gleich mal das Knie mit röntgen
lassen. Sollte da was sichtbar sein, dann müssen wir überlegen,
was zu tun ist. Sie
bekommt jetzt wieder regelmäßig Canosan und ich werde noch
einmal mit meinem Tierarzt über weitere knorpelschützende
Maßnahmen sprechen.
Ich
hoffe es ist für Danu die richtige Entscheidung.
Ich
würde mich übrigens über Erfahrungsberichte von
ebenfalls betroffenen Hundebesitzern sehr, sehr freuen, egal was
gemacht wurde und wie es ausging. Wer also Lust hat, der schickt mir
einfach seine Geschichte und wenn nichts dagegen spricht, wird diese
dann ebenfalls hier veröffentlicht (nach vorheriger Absprache
versteht sich). Ich denke es wird dem ein oder anderen bei seiner
Entscheidung weiter helfen...
Ich
halte Euch alle auf dem laufendem
Steffi
und Danu
P.S:
Mehr zum Thema Kreuzbandriss unter A-Z folgt
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Copyright (c) 2006 by Stephanie Wolf.
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