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Auf den (ausländischen) Hund gekommen...

...und wie man seinen neuen Hausgenossen  bekommt.

Meine erste Hündin holte ich mir als Welpen von Bekannten und mein Zweithund wurde von ihr aus dem Tierheim ausgesucht. Richtig: Von ihr und nicht von mir und so wollte ich es auch halten, als meine Hündin starb. Aber: In den umliegenden Tierheimen waren fast nur Rüden und eine "passende" Hündin nicht zu finden. Also suchte ich im Internet und fand einige Hündinnen der Tierhilfe Fuerteventura. Ich nahm Kontakt auf und bekam die Telefonnummern der Pflegestellen. Die Tierhilfe Fuerteventura hat kein Tierheim in Deutschland, so dass die Hunde sich noch auf der Insel in der Perrera (Auffangstation) oder in PFLEGESTELLEN befinden; also bei Leuten in Deutschland, die ein Tier der Tierhilfe aufnehmen bis es vermittelt wird. Hunde, die gute Vermittelungschancen haben oder verletzt sind und hier besser versorgt werden können als auf der Insel. Auch Pai kam schnell nach Deutschland, weil sie sehr scheu (aus der Tötung) war und schnell in eine kleine Hundegruppe mit viel menschlichem Kontakt sollte.  

Vor der Übernahme eines Hundes ist eine VORKONTROLLE nötig. Es kommt ein Mitarbeiter der Tierhilfe vorbei und unterhält sich mit dem Interessenten. Bei dieser Vorkontrolle ist es nicht wichtig, ein "sauberes" Haus zu haben, einen riesigen Garten oder so etwas. Wichtig ist die richtige Einstellung , z.B. wie man sich das Leben mit dem neuen Hausgenossen so vorstellt. Wichtig ist mir z.B., ich mache inzw. selbst Vorkontrollen, ob sich die Menschen auch mit evtl. auftretenden Problemen beschäftigen werden.

Pai

Ich weiß wie wichtig adäquate Beschäftigung mit dem Tier (ein Hund in Deutschland MUSS heutzutage "funktio- nieren") und  gesundheitliche   Versorgung   sind.

Die Hunde kommen vollständig geimpft, ohne innere und äußere Parasiten und i.d.R. gechippt (ohne einen Chip ist ein Urlaub im Ausland seit dem 01.06.04 ohnehin nicht mehr möglich!) und kastriert, aber bei Welpen ist z.B. eine Kastration noch nicht möglich. Diese wird verbindlich für den neuen Besitzer vorgeschrieben, weil das Tierelend nicht weiter vergrößert werden soll - die Tierheime im In- und Ausland sind voll!!! Abgesehen davon ist z.B. die Hitze der Hündin für Halter und Hund eine ziemliche Strapaze - ich selbst habe Filou (meine Ersthündin) noch im 9. Lebensjahr kastrieren lassen, um ihre nicht mehr enden wollende Scheinträchtigkeit zu unterbinden.

Donna

Sucht man sich einen Hund im Internet aus, der noch gar nicht in Deutschland ist,  läuft es ähnlich. Es gibt eine Vorkontrolle und wenn alles o.K. ist kommt der Hund, sobald er vollständig geimpft und ein Flugpate vor- handen ist. (FLUGPATEN sind wichtig und gesucht! Jeder, der ins Ausland fliegt sollte sich erkundigen, ob er nicht einem Hund so die Reise nach Deutschland ermöglichen kann! Es kostet kein Geld!!! nähere Infos im Internet)

Die zukünftigen Herrchen und Frauchen kommen dann zum Flughafen und bekommen dort nach den Formalitäten die nötig sind, also Übernahmevertrag, Zahlung einer Schutzgebühr etc "ihren" Hund. Halsband und Leine sind mitzubringen und der Hund wird am Auto von dem/r Mitarbeiter/in der Tierschutzorganisation ins Auto  gesetzt.

Danach hat man  bei allen Problemen immer einen Ansprechpartner.
Ähnlich wie bei einem Tierheimhund muss man auch mit einer Nachkontrolle rechnen, die allerdings auch nicht "problematisch" ist. Da wird nur nachgesehen, wie sich der Hund entwickelt hat und ob es Probleme gibt. Mehr nicht.

Ich bin inzw. sehr begeistert von diesen Hunden. Sie sind i.d.R. sehr sozialverträglich, vor allem die Bardinos begeisterte Begleithunde (Rasseinfo: www.bardino.de).

Und da auch ich einige Diskussionen "warum ausländische Hunde nach Deutschland, wo doch unsere Tierheime so voll sind "durchhabe: Es sind häufig kleine bis mittelgroße Hunde, die in unseren Tierheimen kaum zu finden sind. Sie sind  sehr aufgeschlossen und sozialverträglich - egal ob es um Kinder oder andere Artgenossen geht.

Wenn man ein Faible für schwierige Hunde hat, so wie ich: Pai und Donna, beides scheue Hunde, sind trotz schlechter Vorgeschichte (Pai kam aus der Tötung, Donnas Vorgeschichte ist nicht bekannt, aber sie
  hatte Schrotkugeln im Körper) phantastische Hunde geworden.  Es ist wunderbar zu sehen, wie solche Hunde Vertrauen gewinnen!
EVA


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