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Luna's Tagebuch..., Teil 1

...und wie es ihr und ihrer Familie in den ersten Wochen ergangen ist.

 

Endlich war es soweit und wir konnten unseren neuen Hund Luna nach Hause holen. Als wir zu Hause ankamen, gingen uns natürlich viele Dinge durch den Kopf: Wie würde sich die kleine Luna bei uns einleben, würde die Trauer um den Verlust ihrer Ge- schwister und natürlich der Mama sehr groß sein, wie verläuft die erste Nacht und wie wird das mit der Stubenreinheit klappen? Auch waren wir sehr gespannt, wie sie sich wohl mit unserem inzwischen 11 Monate alten Sohn verstehen würde. Viele Fragen auf deren Antwort wir sehr gespannt waren, aber lest doch selbst, wie sich alles langsam entwickelt...
 

15.08.04 Wir sind auf der Heimfahrt. Im Gepäck unsere kleine Luna die zwischen meinen Füßen die Reise in ihre neue Zukunft antritt. Dazwischen liegen nur 70 Kilometer, für so einen kleinen Hund aber dennoch enorm viel und dies gibt sie uns die ersten 15 Minuten auch deutlich zu verstehen. In so einem merkwürdigen Gefährt, was brummt und wackelt, fühlt sie sich zunächst gar nicht wohl. Keine Mama, die kommt wenn man sie ruft und keine Geschwister, mit denen man gemeinsam solch ein Abenteuer meistern könnte. Zu Hause angekommen haben wir sie gleich mit ihrem neuen Platz bekannt gemacht und von diesem ist sie dann auch nicht so schnell wieder runter gekommen. Vier Stunden vergingen, in denen wir unseren neuen Familienzuwachs auch erst einmal ganz in Ruhe gelassen haben. Aber,

die Neugier siegte und endlich begann sie munter und interessiert ihr neuen zu Hause zu erkunden. Zu unserem großen Erstaunen war die Nacht sehr ruhig, nur kurze zehn Minuten hat sie geweint und ist dann schließlich eingeschlafen. Was sie wohl geträumt hat?
 

16.08.04 Der erste Tag im neuen Heim war geprägt von Erkundungstouren im und um das ganze Haus herum. Der Garten wurde inspiziert, die neuen Rudelmitglieder auf ihre Welpentauglichkeit geprüft und vieles mehr. Ich kann euch sagen, sie verhält sich jetzt schon wie eine richtig kleine Lady.
 

18.08.04 In Luna`s Leben tritt neben Menschen eine weitere Spezies – Katzen. Sie wohnen eigentlich bei meiner Schwester, eine Etage höher, aber das Zusammenleben in einem Haus machen Begegnungen unumgänglich. Aber, sie scheint sehr angetan von diesem Tier und will sofort mit ihr spielen. Wie wild ist sie vor ihr rumgeturnt und durch wildes Gebell klar gemacht, was von Katzen verlangt wird. Diese allerdings fand das ganze Spiel nicht so toll und hat, auf katzentypische Art, ihre Meinung zu der ganzen Sache kundgetan. Bisher hat sich die Lage auch noch nicht wesentlich gebessert, aber wir sind guter Hoffnung.
 

22.08.04 Eine Woche lebt nun die kleine Colliedame bei uns und nun ist es Zeit, dass Weltbild der kleine Luna um einige Faktoren zu erweitern. Sie hat sich inzwischen gut bei uns eingelebt und nun soll sie den Hund meiner Schwiegereltern kennen lernen. Sie muss ja schließlich lernen, dass es nicht nur Collies auf der Welt gibt. Aber auch diese Aktion war unproblematisch, denn Luna findet alle Hunde toll!
 

23.08.04 Der große Tag ist gekommen und Luna soll das erste Mal in die Welpengruppe gehen. Dort kann sie mit den anderen Welpen toben und vielleicht auch schon ein paar ganz kleine Übungen lernen. Aber es kam ganz anders, als wir uns dass gedacht haben. Luna war sehr vorsichtig und zeigte zunächst nur wenig Interesse an ihren Artgenossen. Stattdessen bevorzuge sie lieber, den gesamten Hundeplatz zu erkunden und den vielen fremden Gerüchen nachzugehen – erst dann widmete sie sich den anderen Welpen zu. Allerdings war auch dies nicht unbedingt so ihr Ding, hüpfende Welpen auf ihrem Rücken und stürmische Spielaufforderungen waren nicht ganz nach ihrem Geschmack und so zog sie sich erst mal unter einer Bank zurück.
Aber Freundschaften muss man erst finden und so kam dann doch noch ein Spielkamerad, der ihren Ansprüchen gerecht wurde und endlich hat auch sie gespielt. Es war zwar eher ein zaghaftes Spiel und nicht so stürmisch, wie bei den anderen, aber für den ersten Besuch in der Welpengruppe doch ganz o.k.
 

28.08.04 Die erste Begegnung mit einem Mitglied der Flotten Pfoten steht an. Luna soll all die anderen Hunde zunächst einzeln kennen lernen und Pepe macht den Anfang. Von ihm war schon bekannt, dass er Welpen gegenüber nicht abgeneigt ist, denn Susi hat ja selbst erst kurz vorher Hundezuwachs bekommen. Aber erstaunlicherweise hat er sich gar nicht für Luna interessiert und nach einem kurzem Beschnuppern ist er seine eigenen Wege gegangen. Auch die Spielaufforderungen ignorierte er und das war Luna dann irgendwann zu blöd und sie hat es ebenfalls gelassen. Ein schöner Spaziergang war es trotzdem.
 

02.09.04 Luna kennt Katzen, kleine und große Hunde, alte und junge Hunde, große und kleine Menschen ...aber Pferde und Ziegen waren, bis auf die Gerüche, neu. Nun haben wir das Glück, dass Tini (Mitglied der Flotten Pfoten) neben Hunden auch Vierbeiner hält, die man nicht im Haus halten kann. Was liegt da also näher, als die Chance zu nutzen? Heute hatten wir Glück und trafen Tini auf ihrer „Ranch“.

Gemeinsam sind wir auf die Weide und haben Tinis Hundeerfahrenen Isländer kennen gelernt. Luna zeigte keine Spur von Angst und traute sich sogar so weit ran, das sie die Nüstern beschnuppern konnte. Aber Luna mache noch eine andere Neuentdeckung – Pferdeäpfel – die sie sehr lecker fand, ich dagegen aber eher weniger.
Irgendwann wurde es ihr aber zu langweilig und meinte „Äffchen an der Leine“ spielen zu müssen, wie wild sprang sie hin und her, zerrte an der Leine und drehte richtig auf. Also beendete ich das ganze und wir machen uns wieder auf den Heimweg.
Für die Ziegen interessierte sie sich übrigens überhaupt nicht, der Reiz der Pferdeäpfel war doch größer.
 

Inzwischen ist Luna 12 Wochen alt und vier davon hat sie schon bei uns verbringen dürfen. Sie hat viel gelernt, einiges neu entdeckt und es erwarten uns sicher noch viele Erlebnisse mit ihr.
Ihr Geschäft macht sie inzwischen nicht mehr auf unseren Teppich, sondern auf der grünen Wiese, sie hört auf ihren Namen und kann schon das Kommando Sitz.
Socken klaut sie aber immer noch, am liebsten die von unserem Sohn – aber auch dass bessert sich langsam. Das Wort „Nein“ kennt sie wohl am besten...  Susanne Wiegandt


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