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Luna's Tagebuch..., Teil 3

Ein Bericht von Susanne Wiegandt


Hallo, ich bin es wieder – Eure Luna!
Heute werde ich Euch von meinem ersten Frühling meines Lebens berichten. Im Januar geschah eigentlich nichts außergewöhnliches, ich war nur heilfroh, dass dieses "Sylvester", was für die Menschen so toll sein soll, vorbei war...
 

13.02.2005 ...war ein toller Tag, voll Action und viel Fun – ich war mit Herrchen und Frauchen, Jonas und seinen Cousinen (so nennt man das bei den Menschen) Schlittenfahren. Das hat riesigen Spaß gemacht! Meine Leute sind immer den Berg rauf um anschließend mit dem Schlitten ganz schnell wieder runter zu fahren. Ich musste natürlich immer dabei sein – mein Rudel zusammenhalten – man war das anstrengend da immer alle im Auge zu behalten! Aber Spaß hat es gemacht, soviel, das ich meine Aufgabe  als  Hütehund   scheinbar

ein wenig zu ernst genommen habe und auch fremden Menschen nachgelaufen bin. Irgendwie fand das Frauchen aber nicht so toll und weil ich einfach zu aufgeregt war um zu hören, musste ich dann an die Leine – versteh einer die Menschen...
 

14.02.2005 Heute war ich in einem riesigem Gebäude, die Menschen nennen dieses Ding mit vielen Sofas und Küchen „Möbelgeschäft“. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, sicher, die Gerüche waren schon anders als zu Hause, aber ich dachte, Frauchen wird schon wissen was sie tut und bin erwartungsvoll neben ihr hergetrabt. Aber dann! Ihr wisst schon, ich bin nicht die mutigste und so tauchte ganz plötzlich so eine Tür auf, die ganz anders aussah als die, die ich bisher kannte – eine Drehtür. Naja, die fand ich eigentlich auch nicht sooo schlimm, dann allerdings bin ich in dieses riesige Geschäft getrabt und bin fast in Ohnmacht gefallen. Der Boden war so glatt, von überall kamen Stimmen, merkwürdige Geräte, die die Menschen "Kassen" nennen, machten komische Geräusche, lauter Beine liefen an mir vorbei. Nein Frauchen, hier will ich nicht sein und habe beschlossen, dieses Gebäude auf dem schnellstem Wege wieder zu verlassen, aber diese verdammte Leine hat mich nicht gelassen. Dabei hatte ich bestimmt damit recht, dass es hier ganz schlimm ist, denn die Menschen bedauerten mich und meinten ich hätte Angst und das bestätige mich natürlich noch mehr in meiner Angst – nur Frauchen schenkte mir keine Beachtung. Kaum waren wir wieder draußen, musste ich mir den ganzen Stress erst mal vom Leibe schütteln, aber zu früh die Vorfreude alles überstanden zu haben, ich musste da noch mal rein. Wenn Frauchen da keine Angst hat, dann kann eigentlich nicht so viel schlimmes dran sein und so bin ich dann halt auch noch mal mit – und siehe da, beim zweitem Anblick ist alles nicht mehr so unheimlich...
 

16.02.2005 ...ein Hundegruppentag, den ich so liebe, stand auf den Plan. Wir haben uns zwar alle nur für einen gemeinsamen Spaziergang getroffen, aber das finde ich immer toll, weil man da so richtig durch die Gegend toben kann und spielen kann, so viel man möchte. Und plötzlich müssen da irgendwo Rehe gewesen  sein, keine Ahnung, was die anderen  an  denen  so  toll  fanden,  schließlich   standen  die  nur  darum  und  grasten.

Aber dann sprang ein Hase vor mir auf und der war doch viel besser als so langweilige Rehe, der rannte wenigstens weg. Ich also einen Satz hinterher,   wollte   mal  so  richtig meine Schnelligkeit testen, als plötzlich Frauchen ziemlich energisch das Kommando rief, worauf ich zu ihr kommen soll. Ich war erschrocken, so eine Stimmlage kenne ich gar nicht von ihr! Habe mich dann dazu entschlossen den Hasen "Hase sein zu lassen" und lieber wieder kehrt zu machen, auf Ärger habe ich nämlich keine Lust. Ich glaube, es war die richtige Entscheidung, denn Frauchen hat sich riesig gefreut und mich so dolle gelobt und durchgeknuddelt, wie noch nie. Ich glaube, ich habe alles richtig gemacht...
 

09.03.05 Wenn man sich irgendwie komisch fühlt und auf nichts so richtig Lust hat, dann sagen die Menschen, man ist krank. Wenn das so ist, dann bin ich heute zum ersten mal krank, denn es geht mir wirklich richtig schlecht. Alle machen sich um mich Sorgen, weil ich nicht fressen will, mein Futter nicht bei mir behalte und Durchfall habe. Fieber habe ich wohl auch, sagt Frauchen und laufen möchte ich schon überhaupt nicht. Und was machen Menschen wenn man krank ist, sie gehen zum Arzt und da musste ich dann auch hin. Aber ich habe Angst vor Ärzten und so machte ich mich vor der Tür erst mal frei vom Halsband und habe das Weite gesucht. Aber Frauchen wäre nicht mein Frauchen, wenn sie mich nicht doch wieder bekommen hätte und so blieb mir nichts anderes übrig, als in diesen furchtbaren Raum zu gehen, wo es nach Medizin, Krankheit und Angst riecht. Der Arzt meinte nur, ich habe eine Magen-Darm-Verstimmung und so wurde ich auf Diät gesetzt, Reis und Hüttenkäse. Irgendwie sind wir nicht viel anders als die Menschen, krank werden können zumindest beide...
 

20.03.05 Heute ist was passiert, da verstand ich die Welt nicht mehr. Frauchen ist ohne mich auf den Hundeplatz gefahren! Hallo! Hat die da was falsch verstanden, Hundeplatz ohne Hund das geht doch nicht, oder? Aber sie hat was von einer Quadrille gesagt (was ist das den nun schon wieder) und die sei so anspruchs- voll, dass sie es erst mal ohne mich lernen müsste. Verstanden habe ich es nicht, aber es wird schon richtig sein, was sie macht. Irgendwann darf ich dann bestimmt auch mit und wenn  ich sie

richtig verstanden habe, dann müssen wir auch habe ich es nicht, aber es wird schon richtig sein, was sie macht. Irgendwann darf ich dann bestimmt auch mit und wenn ich sie richtig verstanden habe, dann müssen wir auch noch viel üben, denn es soll eine Vorführung für den Hundeverein in Duten- hofen für das Sommerfest sein und da soll ja alles klappen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob Frauchen das auch ohne mich hin bekommt...
 

21.02.05 Ob Hunde auch irgendwann mal Möbel kaufen müssen? Ich war heute auf jeden Fall wieder in diesem Geschäft, wo es so viele Leute gibt, denn Frauchen meint, ich müsse es lernen. Irgendwie weiß ich gar nicht, was lernen ist, aber es hat wohl damit zu tun, dass ich begreife, dass viele Menschen nicht schlimm sind und so. Auf jeden Fall wird das mit dem Geschäft schon immer besser. Am Anfang habe ich mich noch ein wenig schwer getan und wollte nicht da rein, aber als ich meine anfängliche Angst überwunden hatte, ging es immer besser. Sicher, ich bin dennoch vorsichtig – man weiß ja nie. Aber Frauchen meint, je mehr wir solche Situation zusammen meistern, umso besser klappt es...
 

27.03.05 ...wie jeden Tag gehe ich heute in den Garten und was lag da zu meinem großen Er- staunen? Lauter bunte Eier, schön bunte Geschenke und Osterhasen aus Schokolade. Das kann ja nur wieder dieses Fest sein. was die Menschen Weih- nachten nennen und will mich schon ans auspacken machen, weil es ja so gut riecht. Aber mein  Frauchen hat  sich dann  mal wieder als Spielverderberin

entpuppt und ich musste alles für die kleinen Zweibeiner liegen lassen, sie redete irgendwas von "das hat der Osterhase gebracht". Ein bisschen komisch fand ich das schon, denn all unsere Hasen saßen doch im Stall – wie die da wohl raus gekommen sind? Die kleinen Zweibeiner fanden das auf jeden Fall richtig lustig und haben sich über die eingepackten Sachen genauso gefreut wie ich, nur ich durfte da ja nicht ran. Irgendwie ist Ostern wie Weihnachten, die Menschen haben schon komische Sitten. Jonas, mein kleiner Freund, hat sich allerdings nicht so sehr für die ganze Aktion interessiert, er hat lieber die Hasen im Stall bestaunt und die Seifenblasen lachend betrachtet. Das ist also Ostern, man lernt nie aus...

Das wa's jetzt erst mal wieder, in meinem Leben kommen ständig neue Dinge hinzu und ich bin gespannt, was mich noch alles erwartet...


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